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Hausbesitzer verweigert Rettung einer Katze
Autor: trudi
Datum: 13.03.17 06:02 Uhr
 

Hausbesitzer verweigert Rettung einer Katze


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Hausbesitzer verweigert Rettung einer Katze

 

Am Sonntagmorgen, den 12. März gegen 2 Uhr teilte ein Anrufer aus Unkel mit, dass er seine seit drei Tagen vermisste Katze auf dem Dach eines Nachbarhauses sitzend entdeckt habe. Der erste Rat der Linzer Polizei war, dass er doch vielleicht mal Kontakt zum Nachbarn aufnehmen könnte. Dies wollte er auch tun.

 

Unkel. In Folge rief dann der Nachbar bei der Polizei in Bonn an und teilte einen Randalier vor seinem Wohnhaus mit. Darauf hin wurde dem Nachbarn durch die Linzer Polizei versucht die Notlage der Katze klar zu machen und er wurde gebeten, mit seinem Nachbarn und Katzenbesitzer Kontakt aufzunehmen. Dies lehnte er aber kategorisch ab.

 

Stattdessen verlangte er, dass die Polizei vor Ort erscheinen solle. Vor Ort konnte dann durch die Linzer Polizei die arme miauende Katze tatsächlich auf dem Dach festgestellt werden.

 

Der Hausbesitzer zeigte sich aber weitergehend wenig hilfsbereit, ein Anstellen einer Leiter lehnte er ab und riet dem Katzenbesitzer die Feuerwehr zu alarmieren, diese könne ja dann die Katze vom Dach holen.

 

Auf Grund der unkooperativen Verhaltensweise des Hausbesitzers, verblieb die Katze auf dem Dach. Es bleibt zu vermuten, dass hier die Feuerwehr eine Rettungsaktion starten muss.

 

http://www.nr-kurier.de/artikel/55919-hausbesitzer-verweigert-rettung-einer-katze

 

Anmerkung der TI-Redaktion:

 

Hilft man einem in Not geratenen Menschen nicht, nennt man dies „Unterlassene Hilfeleistung“! Dies ist eine Straftat!

Bei einem in Not geratenen Tier ist Hilfeverweigerung kein Vergehen, noch nicht einmal ein „Kavaliersdelikt“, wie z.B. Falschparken?

 

Falsch!

 

Zwischen der Person - also der Katzenhalterin - und der Katze entsteht gem. § 2 TierSchG ein sog. Obhutsverhältnis.

Unter dem Oberbegriff der Obhut kann das Halten, Betreuen und Betreuenmüssen zusammengefasst werden.

Derjenige, der die Katze betreut, fällt also unter den Begriff des Tierbetreuers gem. § 2 TierSchG und macht sich nach dem Gesetz strafbar, wenn

er die regelmäßige Betreuung unterlässt.

 

Die Katze auf dem Dach, die sich selbst nicht aus dieser Notsituation befreien kann ist auf Hilfe angewiesen!

Die Katzenbetreuerin kann in diesem Fall nicht helfen und wendet sich an die Polizei und den Hausbesitzer. Diese jedoch verweigern ihre Hilfe!

 

Dies kann der Aussetzung eines Tieres gem. § 3 TierSchG gleichgesetzt werden.

 

Folglich wollen also die Polizei und insbesondere der Hausbesitzer hier Rechtsbruch durch Verstoss gegen das TierSchG vorschreiben? Dies IST eine Straftat!

 

Die Tierbetreuerin wird sich weiter bemühen Hilfe für ihre Katze zu finden. Sie hat sich nicht strafbar gemacht.

Aber dem Hausbesitzer, der „ein Anstellen einer Leiter ablehnte“ um die Katze zu retten, gehört eine Anzeige und hohe Bestrafung wegen Verstoßes gegen § 3 Tierschutzgesetz!

Auch die Polizei hätte rigoros durchgreifen müssen um sich nicht strafbar zu machen! Schließlich ist sie „Dein Freund und Helfer“!!!

 

Nachtrag:

Am Sonntag, 12. März gegen 13:50 Uhr teilte der Katzenbesitzer der Polizei in Linz am Rhein telefonisch mit, dass er noch einmal mit dem Nachbarn ein Gespräch geführt hätte. Hierbei sei es dann zu einer Einigung gekommen, wonach die Katze vom Dach gerettet werden konnte. Der Nachbar habe am frühen Morgen durch gesundheitliche Einschränkung den Sachverhalt falsch eingeschätzt. Der Nachbar habe sich in der Sache kooperativ gezeigt und zur Rettung beigetragen. Es ist Sonntag… alles wird gut…

 

http://www.nr-kurier.de/artikel/55919-hausbesitzer-verweigert-rettung-einer-katze

 

 Anmerkung der TI-Redaktion:

Da hat der Nachbar ja noch mal Glück gehabt!

Übrigens sind § 2 und § 3 TierSchG. auch bei Fütterungsverbot von Streuner anzuwenden!

 

 
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