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Demonstration vor der Klosterkirche am 06.11.2016 anlässlich einer "Hubertusmesse"
Autor: trudi
Datum: 2.11.16 07:55 Uhr
 

Demonstration vor der Klosterkirche am 06.11.2016 anlässlich einer "Hubertusmesse"


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Demonstration vor der Klosterkirche am 06.11.2016 anlässlich einer "Hubertusmesse"

Liebe Tierfreunde,

anbei, weiter unten, ein Hinweis auf eine Demonstration zu einer Hubertusmesse im Kloster Steinfeld da Pulheim nicht so weit weg ist, finden Sie vielleicht ein paar Unterstützer.

In diesem Zusammenhang sei besonders auf den Link

http://www.rotorman.de/was-fuer-ein-brimborium-hubertus-messensind-inszenierungen-der-scheinheiligkeit/#more-6265

hingewiesen sowie auf den Link

http://kiz-online.de/content/die-sch%C3%B6pfung-bewahren ,

dessen Text Sie zwar auch in Ihrem Newsletter haben, wozu aber auf der Internetseite ein guter Kommentar von Prof. Hamper steht.

Vielleicht sieht man sich, wäre schön!

Liebe Grüße

Rosemarie Kalscheuer

-------- Weitergeleitete Nachricht --------

Betreff: Information über eine Demonstration vor der Klosterkirche am 06.11.2016 anlässlich einer "Hubertusmesse".

Datum: Tue, 1 Nov 2016 18:35:39 +0100

Von: Heinz Höver

An: info@kloster-steinfeld.de

Liebe Tierfreunde,

heute habe ich - bewusst kurz vor dem Ereignis - eine Demonstration vor dem Kloster in Steinfeld, 53925 Kall-Steinfeld, Hermann-Josef-Straße 25,

in die Wege geleitet.

Die Anmeldung bei den Behörden ist erfolgt und die Information der lokalen Presse auch.

Wer sich beteiligen möchte, ist am kommenden Sonntag, 06. November 2016, gegen 09.15 Uhr bis zum Ende der Messe, ca. 11.15 Uhr, herzlich willkommen.

Es werden gut ein Dutzend Transparente vorhanden sein.

Wir wollen friedlich demonstrieren und ganz bestimmt nicht die Messe stören.

Sicher ist es ein erst- und einmaliges Ereignis, dass in die Jägerproteste auch die Hubertusmessen einbezogen werden. Ich empfehle, den Link, der sich aus

dem Schreiben ans Kloster ergibt, anzuklicken und sich darüber zu informieren WIE verlogen das ganze Thema Hubertus und Hubertusmessen ist.

Es bedarf dringend eines Umdenkens, auch bei Katholiken.

Wir können auch auf Dauer nicht zulassen, dass die Jäger bei der katholischen Kirche, den Religionen allgemein und bei Politikern (sh. Staatsjagd, wie sie Volker

Bouffier veranstaltet als Relikt einer Zeit der Kurfürsten und Fürstbischöfe) unterschlüpfen.

Das Ziel muss stets die Ächtung der Jagd des Menschen auf das Tier sein! Da ist die Ethik der Tierschützer weiter als die der Kirchen.

Ich würde mich sehr freuen, viele Tierschützer begrüßen zu dürfen.

Heinz A. Höver

"

Sehr geehrter Herr Schildt,

am kommenden Sonntag endet mit der " Hubertusmesse " in Ihrer Klosterkirche der Reigen dieser unsäglichen Veranstaltungen in unserer Gegend.

Wir, das ist eine Gruppe von Tierschützern, werden aus diesem Anlass vor der Kirche demonstrieren. Wir haben die erforderlichen Anmeldungen bei

den Behörden getätigt.

Wir finden es der Fairnis halber erforderlich, Sie über diesen Termin und den Grund unseres Protestes zu informieren.

Es geht natürlich um die Jagd des Menschen auf das Tier, die völlig ausgeufert ist. In unserem Bundesland gibt es mehr als 90.000 JägerInnen und bundesweit

sogar über 420.000.

Nicht alle diese JägerInnen sind Tierfreunde, wie sie uns weismachen wollen. Sogar Gerichte in NRW sprechen ihnen ausdrücklich ab, zu den Tierschützern gezählt zu werden.

Im Durchschnitt kommen pro Jahr 25 Menschen in Deutschland durch Jäger und Jagdgewehre ums Leben. Erst vor gut 14 Tagen gab es einen schweren Jagdunfall mit einem

Schwerverletzten. Erfreulicherweise sind von den meisten Jagdunfällen die Jäger unter sich betroffen. Aber es gibt auch viele Unbeteiligte, auch Kinder, die Jagdunfällen zum

Opfer fallen. Sie werden sich gewiss daran erinnern, dass im Januar 2016 ein Jäger in Baden-Württemberg seine eigene Tochter bei einem Unfall erschossen hat.

Ganz entsetzt müsste eigentlich die Öffentlichkeit gewesen sein, als der üble Nazi aus Franken, der sich zu den "Reichsbürgern" zählt, mit Jagdflinten einen Polizisten erschossen hat.

Der Täter hat einen Jagdschein und 30 (!!!!) Jagdwaffen. Sie werden mit mir übereinstimmen, dass das Waffenrecht für Jäger und Sportschützen dringend eine Verschärfung benötigt.

Die Jäger in unseren Breiten erkennen in großen Teilen das seit Juli 2015 geltende bessere Jagdrecht zum Schutz der Tiere nicht alle an. Weiterhin werden verbotenerweise

Hauskatzen geschossen. Die Jäger sind im vorigen Jahr erstmals darauf gekommen, dass Bodenbrüter "gefährdet" sind. In Wirklichkeit ist die Hauskatze ein Konkurrent um die Beute

wie der Fuchs auch ........ und erst der Wolf!

Ernstzunehmende Studien gehen davon aus, dass rd. 30 % der Tiere wegen mangelnder guter Handhabung der Waffen der Jäger nicht getötet, sondern nur verwundet werden. Sie werden

zum großen Teil nicht gesucht und sterben elendiglich. Auch werden noch immer Schlagfallen benutzt. Ich habe im Sommer einen jungen Iltis gefunden, dem die Falle den Schwanz abgerissen

und ein Bein gebrochen hatte. Das Tier ist erbärmlich gestorben. Ich habe versucht, ihm zu helfen, aber es ließ niemanden an sich heran. Hervorragend, ihr mittelalterlicher Schützen mit einer

Ethik von Neandertalern (da tut man wahrscheinlich den Neandertalern noch Unrecht)!

Bis heute schießen Jäger trächtige Tiere; wahrlich eine Steinzeit-Ethik und verwerflich.

Ich bin oft in unseren Fluren und Wäldern unterwegs, sieht man noch Fasane oder gar Rebhühner?

Zuletzt waren sie in den Jagdstrecken im Dezember 2015 zu sehen. Man sah Rebhühner, Fasane und Hasen, allesamt bedroht oder auf roten Listen.

Und das alles wollen Sie mit den JägerInnen am Sonntag auch noch feiern? Ich finde es wie meine Tierschützerfreunde einfach pervers.

Zudem pervertieren Sie auch den "heiligen" Hubertus. Die Hubertuslegende richtet sich eindeutig GEGEN die Jäger. "Hubertus, warum jagst Du mich?" fragt der Hirsch, er sagt nicht "Hubertus, jage mich!".

Wenn man Hubertus schon bemühen will, dann war er ein Gegner der Jagd und der JägerInnen.

Kluge Menschen haben sich mit dieser Thematik bis ins Kleinste befasst. Dass möchte ich nicht alles ausführen, sondern hänge Ihnen einen Link an über eine Ausarbeitung, die ganz frisch ist.

Sie entspricht absolut nicht Ihrem Verständnis.

http://www.rotorman.de/was-fuer-ein-brimborium-hubertus-messensind-inszenierungen-der-scheinheiligkeit/#more-6265

Da sind wir beim Thema. Die Religionen, insbesondere die katholische Kirche, missachten das Tier. Der "heilige" Wojtila sprach noch vor ein paar Jahren davon, dass das Tier nur dazu da sei, dem Menschen zu dienen. Insbesondere fand er, dass alle Tierversuche zugunsten des Menschen gestattet seien.

Ratzinger pflegt am Heiligen Abend einen Karpaun zu verspeisen und macht das auch jedes Mal publik.

Von der Kirche hört man nichts davon, dass die Tiere unsere Geschwister und ein wertvoller Teil der Schöpfung sind.

Ich bin Sterbebegleiter und durfte noch kürzlich erleben, dass ein kleiner Hund sein Frauchen beim Sterben begleitet und nicht aus dessen Bett ging, bis es den letzten Atemzug getan hatte.

Tiere haben dem Menschen manches voraus: sie sind arglos, dem Menschen zugetan, kennen keine Gier und Machtgelüste, achten die Natur und sind grundsätzlich von gutem Gemüt.

Diese Tiere erlauben wir uns allen Ernstes in Massentierhaltung zu quälen, sie durch Europa zu karren, nur um der Gier und eines billigen Schnitzels willen, wir erlauben uns Tierversuche und lassen ihnen für Pelze teils bei lebendigem Leib das Fell abziehen.

Dafür werden die Menschen, die dies tun und die dies zulassen, einmal bitter bezahlen müssen.

Kürzlich hat die EU die Waschbären Europas, die dunklen Eichhörnchen amerikanischer Herkunft, Nutria und manche andere Tiere zur Ausrottung freigegeben. Einen Tag nach der Veröffentlichung dieses beschämenden Dokuments für die Menschheit meldete sich der Deutsche Jagdverband. Er will Steuergelder haben, damit er die Ausrottung auch bewältigen kann! Pervers, nicht wahr?

Für diese Art Leute halten Sie eine Hubertusmesse, zudem noch eine verlogene, weil die von Ihnen verbreitete Legende eben nicht stimmt.

Es gibt viel zu tun; die Menschen müssen auf die Straße, ehe sie auch noch Steuergelder für die SUW-fahrenden JägerInnen locker machen!

Wir werden protestieren, die Öffentlichkeit suchen und hoffen, dass es Ihnen nächstes Jahr nicht mehr danach ist, "Hubertusmessen" abzuhalten.

Bei Ihnen im Kloster und in der Kirche erbaut sich der Mensch an den Musikereignissen, erfreut sich an Ihrer Weitsicht, dem Kloster Steinfeld als Hort der Vielfalt, Toleranz und des Geistes.

Es kann nicht sein, dass Sie im November genau das Gegenteil machen und in ein mittelalterliches Gebaren zurückfallen.

Wir haben eine große Gemeinsamkeit: wir schützen das Leben als wichtigstes Gut! Dabei erweitern wir unseren Blick auch auf die Tiere und die Natur.

Es wird Zeit, dass wir miteinander reden. Wir möchten Sie als Verbündete, nicht als Gegner.

So werden wir auch am Sonntag auftreten.

Mit freundlichen Grüßen und der leisen Hoffnung auf eine Absage des Events am kommenden Sonntag Ihrerseits

Heinz A. Höver

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Hubertus, warum jagst Du mich? "

www.heinz-hoever.de

 
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