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Neues vom Katzen-Asyl
Autor: trudi
Datum: 30.07.10 13:35 Uhr
 

Neues vom Katzen-Asyl:


Stachelige Gäste

 

Igel im Abtei-Park

Archiv-Foto: TVG-Pulheim

 

Die heißen Sommertage und die damit verbundene Trockenheit hat unserer wunderschönen, alten Trauerweide arg zugesetzt. Eines Morgens, gegen 7.30 Uhr, brachen mit lautem Getöse drei ihrer dicken Äste ab und verwüsteten Hof und Garten. Weil die Versicherung für solche Schäden nicht haftet mussten wir selbst eine Firma beauftragen das Chaos zu beseitigen. Bis die Männer mit ihrer Motorsäge eintrafen vergingen zwei Tage.


Für unsere Schützlinge waren das scheinbar zwei wundervolle Tage, denn sie kletterten auf den Ästen herum, versteckten sich zwischen den dicht belaubten Zweigen und hatten offensichtlich viel Spaß bei ihrem neuen Spiel.


Als die Männer ihre schwere Arbeit begannen waren unsere Katzen nicht mehr zu sehen. Sie hatten sich vermutlich im Haus verkrochen. Denn laute Geräusche und hektisch herum laufende - dazu noch fremde - Menschen mögen sie gar nicht.
Zur Fütterungszeit am Abend bemerkte ich, dass die Außentüre der Freiläufe offen stand. Die Männer hatte Hof und Garten bereits von allen Ästen und Zweigen befreit und waren fort. Aber auch unsere Tiere waren verschwunden! Während ich die Türe schloss rief ich wie gewohnt laut ihre Namen und, dass sie zum Essen kommen sollen.

 

Jenny, Jonny + Fleckchen

 

Sie kamen aus allen Himmelsrichtungen. Die jüngeren Katzen liefen mit großen Sprüngen über die Wiese auf mich zu, während die Senioren gemächlichen Schrittes aus den angrenzenden Gärten über die Wiese schritten. Also machte ich die Türe wieder auf und schaute sehr verwundert zu wie sie an mir vorbei durch die Freiläufe ins Haus trabten.

Lady, Trixi + Tommi

 

Wenn unsere Schützlinge im Haus versorgt sind stelle ich die Futternäpfe für die Wildlinge auf die Terrasse. An diesem Abend herrschte eine ungewohnte Unruhe unter den Katzen. Neben dem gewohnten Schmatzkonzert hörte ich die Tiere hin und wieder fauchen und noch weitere seltsame Geräusche, die meine Aufmerksamkeit erregten.
Natürlich vertragen sich die Tiere nicht immer. Manchmal kommt es zwischen ihnen zu Streitereien, aber doch nicht wenn alle auf ihren Futternapf konzentriert sind. Das war höchst ungewöhnlich. Also setzte ich mich auf einen Stuhl auf die Terrasse und sah ihnen beim Essen zu.

 

Katzenasyl: Gisi

 

Der schwarze Kater Gisi kam sofort zu mir und beschwerte sich, weil er nicht an seinen Napf kam. Erst als ich ein paar Schritte näher an seinen Fütterungsplatz ging entdeckte ich zwei kleine Igel, die sich beide sein Futter schmecken ließen. Ein entzückender Anblick.

Schnell holte ich für Gisi neues Futter und ein weiteres flaches, halb gefülltes Futternäpfchen für die Igelchen. Eines der beiden lief schnell ins Beet und versteckte sich zwischen den Pflanzen, während das andere sich nicht beim Essen stören ließ. Ich stellte mich ein wenig Abseits und beobachtete wie das kleine Stacheltierchen zurück kam und sich gierig auf den neuen Futternapf stürzte. Die beiden Kleinen übertrumpften noch das vorher von mir erwähnte Schmatzkonzert der Katzen.


Plötzlich entdeckte ich zwei weitere Igel, die innen am Zaun hin und her liefen und offenbar vergebens einen Ausgang suchten. Ein weiterer kleiner und ein großer Igel.


In einer kurzen Beratung mit meinem Mann Gerd kamen wir zu der Erkenntnis, dass die Igel-Familie durch die möglicherweise länger offen stehende Tür herein gekommen sein muss, denn es gab nirgendwo ein Loch im Zaun.
Kurzerhand nahm Gerd die Drahtschere und änderte dies damit die Igel-Familie an zwei Stellen im Zaun einen Durchschlupf finden. Nun besuchen alle vier Igel uns allabendlich. Sie lassen sich weder von den Katzen noch von mir an den eigens für sie aufgestellten Futternäpfchen stören und essen laut schmatzend weiter wenn ich an ihnen vorbei gehe.

Trudi Straeten

 

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T-Online eMail----- Original Message -----
From: Redaktion-SaarKurier
To: Tier-Info
Sent: Wednesday, August 04, 2010 12:07 AM
Subject: Re: DER LINK

Das Pech mit der alten Trauerweide Vom Glück der Katzen und einer stacheligen Rasselbande
4. August 2010
Warum sich der schwarze Kater Gisi aus dem Katzen-Asyl in Bergheim-Auenheim beschwert hat


http://www.s-o-z.de/?p=27469

 
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